Das Pausenmanagement ist ein wichtiger Teil der Arbeitszeiterfassung. Es gibt gesetzliche Vorschriften für die Einhaltung von Pausenzeiten und wann diese genommen werden müssen. Entsprechend wichtig ist es, dass moderne Zeiterfassungssysteme eine einfache Möglichkeit bieten, Pausenzeiten zu berücksichtigen und zu managen.
Was gilt als Pause bei der Arbeitszeit?
Laut dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) ist die Arbeitszeit die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Ruhepausen. Das ArbZG regelt entsprechend vor allem die Arbeitszeit als Ganzes und schreibt auch die Regelungen für Pausen vor. Die exakte Umsetzung dieser Regeln unterliegt aber Arbeitsverträgen, Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen.
Das ArbZG schreibt eine Pause von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit zwischen sechs und neun Stunden vor. Übersteigt die Arbeitszeit neun Stunden, erhöht sich die Pausenvorschrift auf 45 Minuten.
Es gibt aber keine Vorschriften, dass diese Pausen am Stück gemacht werden müssen. Wie diese Pausenzeiten aufgeteilt werden, ist den Arbeitgebern überlassen. Und im Grunde können Sie das auch Ihren Angestellten überlassen und diese können sich die 30 Minuten Pause frei einteilen. Es gibt da also keinerlei Grenzen. Die freie Pausenwahl erfordert natürlich ein hohes Maß an Vertrauen, bringt aber den Vorteil mit, dass Mitarbeiter nicht plötzlich alles stehen und liegen lassen, sondern ihre Pausen erst machen können, wenn sie Aufgaben erledigt haben.
Als Pause gilt alles, was nicht mit der Arbeit als solches zu tun hat. Das kann die Zigarettenpause sein oder auch der Kaffee im gemütlichen Café gegenüber. Angestellte wie Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, jede Pause zu erfassen und aufzuzeichnen. Das dient dem Arbeitsschutz, aber auch dem Nachweis, dass nur die Zeit vergütet wird, in der tatsächlich gearbeitet wird. Wer täglich zehn Minuten im Café sitzt und das statt als Pause als Arbeitszeit angibt, kann fristlos gekündigt werden. So hat das Landesarbeitsgericht Hamm im Jahr 2023 entschieden.
Kurz: Das Verlassen des Arbeitsplatzes für eine Pause, egal wie kurz, muss „abgestempelt“ werden.
Pausenmanagement mit modernen Zeiterfassungssystemen
Heutzutage ist die Zeiterfassung verhältnismäßig einfach und vor allem für jeden leicht verständlich und umsetzbar. Es ist nicht mehr notwendig, dass jeder Mitarbeiter für die Mittagspause zur Stempeluhr läuft. Mit modernen Zeiterfassungssystemen wie timeCard ist es ganz einfach möglich, dass Mitarbeiter die Zeiterfassung direkt am Arbeitsplatz vornehmen. Ob am Rechner oder am Smartphone über eine App.
Als Arbeitgeber ist es Ihre Pflicht, dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Pausen eingehalten werden, also dass Ihre Angestellten sich ihre Pausen nehmen. Unabhängig davon, ob fest im Zeitplan verankert oder frei zu entscheiden, lassen rund 26 % aller Arbeitnehmer ihre Pausen gelegentlich ausfallen. Häufiger trifft das auf Frauen (31 %) als auf Männer (27 %) zu. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, aber der Verdacht liegt nahe, dass es mit zu hohem Leistungsdruck oder zu engen Fristen zusammenhängt.
Wenn die Pausenzeiten korrekt erfasst werden, haben Sie einen direkten Einblick, ob sich Ihre Angestellten die Pausen nehmen, die ihnen zustehen. Das ist vor allem auch im Rahmen von Homeoffice relevant, da Sie dort keinen Einfluss darauf haben, ob Ihre Angestellten sich an die Pausen halten. Ist das nicht der Fall, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen und Ihre Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren. Werden die Pausenzeiten nicht eingehalten, drohen dem Unternehmen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.
Übrigens fördern Pausen auch den Zusammenhalt im Team. 47 % aller Angestellten nutzen ihre Pausen zum Austausch mit Kollegen. Neben der Erholung dienen Pausen also auch der besseren Zusammenarbeit im Team.





