Die Zeiterfassung für Teams mit Schichtdienst muss genau und korrekt vorgenommen werden. Verschiedene gesetzliche Vorgaben und Arbeitszeitmodelle können durch die richtige Zeiterfassung besser berücksichtigt werden und so die Arbeitgeber optimal bei der Einsatzplanung unterstützen.
Gesetzliche Vorgaben
Im Schichtdienst gelten die Vorgaben für die Arbeitszeiterfassung natürlich genau so wie in allen anderen Arbeitsbereichen. Konkret bedeutet das, dass Sie als Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, die Arbeitszeit der Angestellten zu erfassen beziehungsweise eine Methode zur korrekten Arbeitszeiterfassung zur Verfügung zu stellen.
Zusätzlich gibt es eine Verpflichtung, auch die Arbeitszeit aufzuzeichnen, die über die vereinbarte Arbeitszeit hinausgeht. Das ist mit einem modernen Arbeitszeiterfassungssystem problemlos möglich.
Im Schichtdienst müssen noch weitere Vorgaben eingehalten werden, die in den Bereich der Personaleinsatzplanung fallen und fließend in die Zeiterfassung übergehen.
- Werdende Mütter, stillende Mütter und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Nachtarbeit ausüben.
- Nachtarbeit definiert sich durch Arbeit zwischen 23 und 6 Uhr, die mindestens 2 Stunden dauert. Das bedeutet, dass von der Nachtarbeit ausgeschlossene Personen nicht länger als 2 Stunden in diesem Zeitraum arbeiten dürfen. Das gilt auch für Überstunden, die aus der Spätschicht heraus entstehen.
- Auch im Schichtdienst muss nach 6 Stunden Arbeit eine Pause von mindestens 30 Minuten gemacht werden.
- Angestellte müssen mindestens 11 Stunden Ruhepause zwischen zwei Schichten haben. Es ist also zum Beispiel nicht zulässig, von der Spätschicht am einen Tag auf die Frühschicht am nächsten Tag zu wechseln.
Vorteile der Zeiterfassung im Schichtdienst
Durch die richtige Zeiterfassung im Schichtdienst halten Sie die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) ein und können leichter die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen.
Durch die genaue Dokumentation der Arbeitszeiten haben Sie immer den Überblick darüber, ob die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit eingehalten wird und ob alle Ruhepausen lang genug sind.
Die Aufzeichnungen können Sie auch für eine tiefergehende Analyse nutzen, um in Zukunft Schichtpläne noch optimaler zu gestalten. Zum Beispiel, um Personen zu entlasten, die in der Nachtschicht weniger produktiv sind.
Abhängig vom Arbeitsbereich ist Schichtarbeit besonders anfällig für Überstunden. Damit diese nicht überhandnehmen, halten Ihre Angestellten diese durch die Zeiterfassung fest. So können Sie immer rechtzeitig reagieren und darauf achten, dass sich Ihre Mitarbeiter nicht verausgaben.
Die genaue Arbeitszeiterfassung fördert auch die Flexibilität bei der Anpassung der Arbeitszeiten unter den Angestellten. Die konkreten Planungen helfen dabei, den Urlaub zu koordinieren.
Außerdem ist Schichtarbeit mit gewissen Gesundheitsrisiken verbunden. Schlafstörungen erhöhen das Unfallrisiko. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge von Schichtdienst sein. Um dem vorzubeugen, können Daten aus der Zeiterfassung und Gesundheitsdaten miteinander abgeglichen werden, um präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Last but not least gibt Ihnen die Zeiterfassung rechtliche Sicherheit gegen Arbeitszeitbetrug. Die klare Dokumentation dient als Nachweis bei Rechtsstreitigkeiten.
Die moderne Arbeitszeiterfassung im Schichtdienst bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern Flexibilität, Planungssicherheit und Entlastung.





